Gestern erreichte uns ein weiterer Notfall aus Mannheim – der kleine Jackson.
Gerade einmal 19 Gramm schwer und mit einem Beinchen schon halb auf der anderen Seite. Ja, es kommen tatsächlich noch immer Mauerseglerkinder von draußen. Noch ist es nicht vorbei – aber ihre Überlebenschancen schwinden von Minute zu Minute, wenn sie nicht sofort Hilfe bekommen.
Täglich rufen uns verzweifelte Finder aus ganz Deutschland an, die für ihre Findlinge keine Anlaufstelle mehr finden. Oft hören wir Sätze wie: „Wir nehmen jetzt keine Mauersegler mehr an.“
Ich kann die Sorge gut verstehen – was, wenn ein Vogel am Ende nicht mehr starten kann?
Doch mein Appell an die Kolleginnen und Kollegen lautet: Bitte helft auch den letzten Seglern dieser Saison. Wenn in eurer Region noch kleine Findlinge auftauchen, nehmt sie bitte auf. Wir übernehmen sie gern – und bisher haben wir für jeden Vogel, egal aus welcher Ecke Deutschlands, eine Transportlösung gefunden. Schon Mitte Oktober haben wir eine Fahrt von Kiel zu uns, die weite Strecken abdeckt.
Gemeinsam können wir auch den letzten kleinen Seglern noch eine Chance schenken. ❤️
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 05.09.2025
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 29.08.2025Es erreichten uns in den letzten Tagen wieder etliche kleine, verlassene Seglerkinder, die nun in den Inkubatoren kuscheln. Keine Sorge – noch sind Starts möglich, es muss nur das Wetter sehr gut im Auge behalten werden und auch die Wetterlage auf der Zugroute bedacht sein.
Auch haben wir wieder Übernahmen aus anderen Stationen und Pflegestellen gehabt, die uns erneut die Sprache verschlagen haben. Ich muss jedoch gestehen, dass nach all dem, was bisher schon zu uns kam, die Erwartungshaltung nicht sehr hoch ist – und leider wurde sie wieder bestätigt.
Aus einer Station im Kreis Calw erreichten uns drei Mauersegler, die leider keine gute Pflege erfahren haben. Auch wenn wir Schlimmeres kennen, waren sie verschmutzt ,verklebt und zeigten bereits einen beginnenden Vitamin-B-Mangel. Auf diesem Transport befand sich zudem noch eine kleine Schwalbe, die wir direkt vom Treffpunkt mit unserem Fahrer zu Die Krähenmutti organisieren konnten. Gerade einmal 9 Gramm schwer und in absolut bedrohlichem zustand – der Zustand war alles andere als das angekündigte „propper und fit“.
Aus dem Saarland erreichte uns ebenfalls ein Transport, zu dem ich mir weitere Worte erspare.
Fleischfütterung, Schmutz, Kot, Schmerzen und gebrochene Schnäbel.
Ich wünsche mir von Herzen, dass diejenigen, die für solches Leid verantwortlich sind, einmal selbst die Folgen ihres Handelns so unmittelbar erleben müssten, wie es diese Tiere tun. Vielleicht würde dann ein Umdenken einsetzen.
Nun schauen wir, was zu retten ist. Den Durchfall haben wir bereits im Griff, die geschwollenen Organe beginnen sich zu erholen und die Schmerzen lassen nach. Alles wird nun wieder gut – versprochen ❤️
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 26.08.2025Gehe zurück auf LOS – alles zurück auf Anfang. ✨
Herzlich willkommen, ihr zwei Mini‑Herzchen 🪽
Gute Nacht an alle 🌙✨
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 26.08.20251000❗
Eine Zahl, die uns absolut sprachlos macht.
So viele Segler haben wir in diesem Jahr mit unseren drei Pflegestellen aufgenommen – 250 mehr als im Vorjahr, das schon unvorstellbar viel war.
Wären wir von dieser Wucht nicht irgendwann ausgebremst worden, es wären noch mehr geworden. Aber wir mussten kapitulieren. Kaum war die Auswilderung im vollen Gange, füllten sich die freien Plätze sofort wieder.
Es war ein reiner Kraftakt:
16–18 Stunden täglich reine Versorgung
jedes Tier per Hand, Insekt für Insekt gefüttert.
Gelenke, die durch die unzähligen Bewegungen stark belastet wurden.
Schmerzmittel, um überhaupt weitermachen zu können.
Schlafmangel und der Druck, dass so viele nicht gerettet werden konnten, weil Platz und Kraft einfach nicht mehr ausgereicht haben.
Und doch: alle 1000 Seelen haben Rettung gefunden.
Nicht alle konnten in die Freiheit zurück – manche waren zu schwer verletzt, zu schwach oder weil sie an die falschen Menschen gerieten.Aber für alle war es eine Rettung.
Wir danken jedem einzelnen von euch für die Unterstützung.
Noch immer erreichen uns kleine Seglerkinder, die Hilfe brauchen, um ihren Abflug in die Freiheit zu schaffen.
Bitte helft uns auch auf den letzten Metern noch ein Stück – jeder Euro zählt, damit wir die Futterkasse im Endspurt über Wasser halten können. 🖤🪶
PayPal:
https://mauerseglerhilfe-apus.de/spenden/
Überweisung:
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
IBAN: DE22 6705 0505 0040 2718 72
Amazon:
https://www.amazon.de/hz/wishlist/ls/1DGRK1YVQL70H
Danke auch im Namen aller Federchen 🖤
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 25.08.2025
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 24.08.2025Transporthilfe gesucht
Fährt zufällig jemand in nächster Zeit von Mannheim, Weinheim oder Umgebung los oder durch diese Gegend in Richtung Gütersloh (oder daran vorbei)?
Wir suchen dringend eine Mitfahrgelegenheit für einen kleinen Passagier🐇, der sicher in seiner Transportbox reist und zu seiner Pflegestelle gebracht werden möchte.
👉 Eine Übergabe an einem Treffpunkt an der Autobahn ist problemlos möglich!
Die Box ist handlich und passt ohne Aufwand ins Auto. Wer helfen kann oder jemanden kennt, der die Strecke fährt, darf sich sehr gerne bei uns melden. 🙏❤️
Teilen erwünscht – vielleicht findet sich so schneller eine Lösung für den kleinen Mitfahrer
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 24.08.2025
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 22.08.2025🐦 Für die nächste Mauersegler-Saison: Wir suchen ehrenamtliche Pfleger:innen aus unserer Region(Metropolregion Rhein Neckar/ Rhein Neckar-Kreis /Kreis Bergstraße)
Die Pflege von Mauerseglern ist keine Sommerbeschäftigung zum Zeitvertreib – sie ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, bei der es um das Wohl und die erfolgreiche Aufzucht verletzter oder verwaister Jungvögel geht.
Wir suchen für die kommende Saison zwei zuverlässige Menschen aus unserer Region, die bereit sind, Zeit, Aufmerksamkeit und Herz in diese Arbeit zu investieren.
Wie läuft das ab?
Nach gründlichen und intensiven Schulungen bei uns und einer Kontrolle Ihrer räumlichen Gegebenheiten können Sie die Pflege von zuhause aus übernehmen.
Zu Beginn betreuen Sie nur wenige, unkomplizierte Jungvögel. Schritt für Schritt steigern wir gemeinsam die Verantwortung.
Wichtig:
Das Pensum ist mit Beruf und Alltag nicht immer leicht zu vereinbaren. Ideal ist es, wenn Sie im Homeoffice arbeiten, zeitlich flexibel sind oder sich bereits im Ruhestand befinden. Nur so können die Tiere zuverlässig und mehrmals auch im engen Abstand täglich versorgt werden.
Was wir stellen:
Pflegeequipment für die gesamte Zeit
Futter und alle notwendigen Materialien
Fachliche Anleitung und ständige Erreichbarkeit bei Fragen
Einen klar strukturierten Pflegeplan
Was wir erwarten:
Zuverlässigkeit: Die Tiere müssen pünktlich und mehrmals täglich versorgt werden – auch bei Hitze, Müdigkeit oder wenn Freunde ins Schwimmbad gehen.
Durchhaltevermögen: Ein vorzeitiger Abbruch ist für uns und die Tiere immer mit zusätzlichem Stress verbunden und bedeutet, dass unsere investierte Zeit und Schulung ins Leere laufen.
Verantwortungsbewusstsein: Sie arbeiten mit Lebewesen, die ohne Ihre Hilfe nicht gesund groß werden können.
Verzichtsbereitschaft: Hochsaison ist im Sommer – statt Strand und Cocktail heißt es schwitzen, füttern und Leben retten.
Für wen ist das geeignet?
Für Menschen, die:
zeitlich flexibel sind (Homeoffice oder Ruhestand sind besonders geeignet)
Tierpflege ernst nehmen
sich auf eine feste Aufgabe einlassen können
die Erfüllung darin sehen, aktiv Artenschutz zu leisten
Was Sie zurückbekommen:
Das unbezahlbare Gefühl, Leben gerettet zu haben – und Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich mit Herz und Fachwissen für den Erhalt einer geschützten Vogelart einsetzt.
📩 Bewerbung
Schreiben Sie uns mit einer kurzen Vorstellung Ihrer Person, Ihrer Erfahrung im Umgang mit Tieren und einer Beschreibung Ihrer räumlichen Möglichkeiten an:
📧 [email protected]
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 19.08.2025Die Inkubatoren und Boxen füllen sich weiter.Von winzig klein bis fast startklar, von verhungert bis viel zu speckig zum Fliegen – alles ist im Moment dabei. Auch in den Startboxen wird fleißig trainiert und sich auf die große, weite Welt vorbereitet.
In den letzten Tagen hatten wir zudem wieder Übernahmen aus anderen Stationen und von Privaten Pflegestellen– erfreulicherweise überwiegend in gutem Pflegezustand ❤️ , leider jedoch nicht alle. Jene, die das Pech hatten, in falsche Hände zu geraten, hat es umso härter getroffen.
Wie ihr wisst, müssen wir uns mittlerweile regelmäßig mit diesem Thema befassen: Mit welcher Selbstverständlichkeit und Uneinsichtigkeit – oder teilweise völliger Unkenntnis des tatsächlichen Zustandes – die Tiere bei uns abgegeben werden, ist erschreckend. Ich komme kaum noch hinterher, Berichte zu schreiben und die zuständigen Behörden, Verbände und Organisationen, denen diese Menschen angehören, zu informieren.
Besonders betroffen gemacht hat uns in der vergangenen Woche ein Mauersegler aus Karlsruhe. Eine private Pflegestelle, die offenbar für eine Wildtierorganisation tätig ist, meldete sich, weil ihr Mauersegler nach mehreren Tagen und dutzenden Flugversuchen nicht starten wollte. Sofort gingen bei uns alle Alarmglocken an. Wir baten darum, das Tier zu übernehmen – was nur widerwillig geschah.
Die Befürchtungen bestätigten sich: Angekommen ist ein völlig abgemagerter Jungvogel mit gerade einmal 29,5 g Gewicht (es hieß, „das sei normal, dass sie dünner werden“), einem massiven Gefiederschaden sowie einer schmerzhaften, alten und bereits versteiften Schulterluxation in Kombination mit einer Coracoid-Fraktur. Und trotz all dieser massiven Probleme wurde er noch wenige Stunden vor der Übernahme zu wiederholten Flugversuchen gezwungen.Statt Einsicht zu zeigen, forderte man sogar die Rückgabe, sollte eine Euthanasie in Betracht gezogen werden – man „glaube an Wunder und wolle das nicht“. Eine Herausgabe erfolgte selbstverständlich nicht. Das Tier wurde unserer Tierärztin vorgestellt und musste aufgrund der nicht mehr herstellbaren Flugfähigkeit eingeschläfert werden.
Auch aus Berlin erreichte uns eine regelrechte Horrorliefung von neun armen Seelen, zu der es kaum Worte braucht: verdreckt, krank, geschwächt und am Ende.
Aus dem Saarland kamen ebenfalls drei Vögel in erschreckendem Zustand – verschmutzt und abgemagert. Einer von ihnen starb bereits in der ersten Nacht. Wir hatten noch am Abend eine der Pflegerinnen kontaktiert und sehr sachlich nach einer Erklärung gefragt: Wieso waren die Tiere in solch einem Zustand, und warum wurde nicht früher Hilfe gesucht, obwohl klar war, dass es ihnen schlecht ging?Die Antwort fiel leider kindisch und respektlos aus: „Ich erkläre dir gar nichts. Meld dich bei der Leitung, schönen Abend noch.“
Da ich selbst unter großem Zeitdruck stand und nach Frankfurt musste, übernahm am nächsten Tag unsere Kirsten das Gespräch. Sie konnte mit reiferen und verantwortungsbewussteren Menschen dort einen längeren Austausch führen. Der Inhalt entschuldigt den Zustand der Tiere in keiner Weise, gibt uns aber die Hoffnung, dass wir gemeinsam Lösungen finden können, damit so etwas künftig nicht mehr vorkommt.
Wir bedauern sehr, dass es trotz unseres letzten Beitrags und trotz klarer Worte noch immer Menschen gibt, die diese Missstände nicht ernst nehmen. Menschen, die glauben, es gäbe beim Umgang mit Tieren ein „Dazwischen“ zwischen gut und schlecht, dass man Abstriche bei der Pflege machen könne oder dass manches „nicht so schlimm“ sei – weil sich sonst niemand mehr zur Pflege bereitfinden würde.Dazu sagen wir ganz klar: Nein! Entweder man macht es ordentlich, sachlich und korrekt – oder gar nicht. Denn das, was bei Nachlässigkeit herauskommt, sehen wir täglich an den erschreckenden Zuständen der Tiere.Sie leiden !
Kaum jemand hat eine Vorstellung davon, wie belastend und erschütternd es ist, diese wundervollen Tiere in solch erbärmlichen Zuständen vorzufinden – und gleichzeitig zu wissen, dass man vielen von ihnen mit nichts auf der Welt mehr helfen kann.
😔
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 11.08.2025In den letzten Tagen haben uns wieder einige Notfälle erreicht – überwiegend aus dem süddeutschen Raum. Besonders schön war diesmal, dass es auch Übernahmen mit nur leichten Gefiederschäden gab – und die Tiere insgesamt in so gutem Zustand waren, dass einem einfach das Herz aufgeht. Gestern durften wir einen Alpensegler und einen Mauersegler aufnehmen, deren Gefieder nur minimale Defekte hatte. Der Mauersegler konnte nach einer kleinen Gefiederkorrektur bereits heute gemeinsam mit unserer Startgruppe in die Freiheit entlassen werden. Der Alpensegler genießt inzwischen die Gesellschaft seiner Artgenossen und wird in absehbarer Zeit ebenfalls wieder in die Lüfte starten können.
Aus dem Tierheim Stuttgart haben uns zudem vier junge Mauersegler erreicht. Leider zeigt einer von ihnen sturzbedingte Lähmungserscheinungen. Hier müssen wir nun abwarten, wie sich sein Zustand entwickelt. Vielen Dank an das Tierheim Stuttgart für die gute Zusammenarbeit – trotz der Distanz.
Auch einige Hilferufe zu Mehlschwalben haben uns in den letzten Tagen erreicht. Da in der näheren Umgebung derzeit keine weiteren Plätze frei sind, übernehmen wir vorübergehend kurz die Versorgung. Die kleinen Schwalben ziehen in Kürze gesammelt zu Die Krähenmutti , wo sie optimal auf ihre Auswilderung vorbereitet werden.
Die kommenden Tage sollen sehr heiß werden – achtet deshalb besonders auf eure Umgebung. Es ist noch nicht vorbei: Vereinzelt sitzen noch kleine Mauersegler in den Nestern, die bei der Hitze springen werden, und auch die Schwalben sind teilweise noch mitten in ihrer Brut.🖤